Strecke 6710: Bahnübergang in Eltmannshausen

Kanonenbahn (Von Direktionsgrenze bis Schwebda: km 37,450 km 40,838)

 
Leinefelde - Silberhausen - Schwebda - Eschwege - Eschwege West
(Niederhone) - Waldkappel -(Burghofen)- Malsfeld - Treysa

 
Der Abschnitt zwischen der Friedabrücke bei Meinhard-Schwebda
und dem Bischofferoder Tunnel bei Waldkappel-Burghofen
befindet sich im Werra-Meißner-Kreis.
  Unterbrochen war die Strecke bereits in diesem Teil seit dem 03. April 1945, nach der Sprengung des Frieda-Viaduktes durch deutsche Pioniere, um den Amerikanern den Vormarsch in Richtung Berlin zu erschweren. Die Trümmer der Brücke lagen bis Mitte der 1970er Jahren im Friedatal. Erst im Sommer 1932 war das Frieda-Viadukt, welches zuerst eine Fischbauch-Trägerkonstruktion war, wegen Mängeln gegen eine Kastenträger-Brücke ausgetauscht worden. Dabei entgleisten zwischen Viadukt und Tunnel 2 Lokomotiven der Baureihe 58 bei der Belastungsprobe.

51 Jahre nach dem Bau des Frieda-Tunnels, auch Schwebdaer Tunnel oder Dachsberg-Tunnel genannt, stürzte dieser in einem Bereich von 25 Metern ein und konnte ein ¾ Jahr nur eingleisig befahren werden. Da die Strecke wegen dem gesprengten Frieda-Viadukt und der Teilung Deutschlands unterbrochen war, nutzte die Bundesbahn den Tunnel ab etwa 1947 als Klimakammer bis 1984. Durch das BZA Minden, welches hier zuständig war, kamen auch hochwertige Schnellzuglokomotiven, wie die 18 323 hierher, die gelegentlich den Messzug aus Minden bis zum Frieda-Tunnel gebracht hat. In der Klimakammer wurde unter anderem auch der ET 403 getestet. Hinter dem Tunnel waren noch Schadwaggons abgestellt.

Nachdem eine neue Klimakammer von der DB genutzt werden konnte, wurde der Tunnel überflüssig und wurde Ende der 1980er Jahre mit Schotter vom Bahndamm und den abgebrochenen Brücken in Richtung Schwebda verfüllt. Der Tunnel bietet heute den Fledermäusen eine Heimat. Vor dem zugemauerten westlichen Tunnelportal liegen 2 Gleisjoche, die die Bedeutung der Strecke einst zeigen sollte.
 
Karte der Kanonenbahn


Kurz nach der Direktionsgrenze bei km 37,45 mündet die Strecke von Heiligenstadt in die Kanonenbahn. Zeitweise war diese zweigleisig. Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Strecke auf ein Gleis zurückgebaut, um den Frieda-Tunnel für Schutzmaßnahmen zu nutzen.

Durch Teilung des Deutschen Reiches in BRD und DDR wurde die Kanonenbahn stillgelegt. Östlich der Direktionsgrenze wurde die Strecke bis Geismar abgebaut und der Bahndamm für Grenzsicherungsmaßnahmen teilweise abgetragen oder aufgeschüttet.
 
km 38,865: Südseite der Frieda-Brücke (Unbekannter Fotograf, um 1910)
km 38,865: Südseite der Frieda-Brücke
(Unbekannter Fotograf, um 1910)
 
km 38,865: Südseite der Frieda-Brücke (Archiv: Erwin Bödicker, um 1970)
Siehe Bild auf der rechten Seite
km 38,865:
Südseite der Frieda-Brücke
(Archiv: Erwin Bödicker, um 1970)
 
km 38,865: Südseite der Frieda-Brücke (Fotografiert in 2014)
km 38,865: Südseite der Frieda-Brücke (Fotografiert in 2014)
 
km 38,910: Westliches Widerlager der Frieda-Brücke (Fotografiert in 2014)
km 38,910: Westliches Widerlager (Fotografiert in 2014)
 
km 38,910: Blick vom östlichen Widerlager auf das westliche Widerlager des Frieda-Viadukts<br />(Foto: H.J. Friske, Februar 2008)
km 38,910: Blick vom östlichen Widerlager auf das westliche
Widerlager des Frieda-Viadukts (Foto: H.J. Friske, Februar 2008)
 
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert um 1985)
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert um 1985)
 
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels bei der Verfüllung (Foto: Uwe Bachmann, 1989)
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels bei der Verfüllung
(Foto: Uwe Bachmann, 1989)
 
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert im März 2003 von VSO)
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert im März 2003 von VSO)
 
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert in 2014)
km 39,352: Ostportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert in 2014)
 
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels (Sammlung: Reiner Heidemann, um 1970)
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert um 1970, Sammlung: Reiner Heidemann)
 
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels (In 1986)
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert in 1986)
 
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert im November 2002 von VSO)
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert im November 2002 von VSO)
 
km 40,418: Detail am Westportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert im November 2002 von VSO)
km 40,418: Detail am Westportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert im November 2002 von VSO)
 
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels (Fotografiert in 2014)
km 40,418: Westportal des Frieda-Tunnels
(Fotografiert in 2014)
 
18 323 in Minden am 11.08.1966, diese Lok brachte gelegentlich den Messzug nach Schwebda (Sammlung: Andreas Schmidt, www.lokfoto.de)
18 323 in Minden am 11. August 1966,
diese Lok brachte gelegentlich den Messzug nach Schwebda
(Sammlung: Andreas Schmidt, www.lokfoto.de)
 
km 40,838: Drei-Streckenbrücke: Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Nordseite
km 40,838: Drei-Streckenbrücke:
Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Nordseite
 
km 40,838: Drei-Streckenbrücke: Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Südseite
km 40,838: Drei-Streckenbrücke:
Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Südseite
 
km 40,838: Drei-Streckenbrücke: Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Ostseite
km 40,838: Drei-Streckenbrücke:
Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Ostseite
 
km 40,838: Drei-Streckenbrücke: Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Nordwestseite
km 40,838: Drei-Streckenbrücke:
Schwebda nach Heiligenstadt, Leinefelde und Treffurt, Nordwestseite
 
 
Springt zu: Bilderseite 10 (Waldkappel  Kreisgrenze im Bischofferoder Tunnel) der Strecke 6710Zwischen Waldkappel und Bischofferoder Tunnel
 
Bahnhof Schwebda Springt zu: Bilderseite 2 (Bahnhof Schwebda) der Strecke 6710