Strecke 6710: 3-Bogen-Brücke über Kemelathenweg in Eschwege-Niederhone

Kanonenbahn (Bahnhof Eschwege: km 45,80 / km 45,91 / BW Eschwege: km 46,30)

 
Leinefelde - Silberhausen - Schwebda - Eschwege - Eschwege West
(Niederhone) - Waldkappel -(Burghofen)- Malsfeld - Treysa

 
Der Abschnitt zwischen der Friedabrücke bei Meinhard-Schwebda
und dem Bischofferoder Tunnel bei Waldkappel-Burghofen
befindet sich im Werra-Meißner-Kreis.
  Mit Einstellung des Personenzugverkehres nach Wanfried im Mai 1981 und des kompletten Personenzugverkehres von Eschwege nach Kassel zum 31. Mai 1985 war der Bahnhof nach über 100 Jahren Geschichte. Auf dem Bahngelände wurde der Rückbau bis auf die nötigsten Gleise vorgenommen. Dabei war der Bahnhof Eschwege von der »ersten Stunde« an Endbahnhof gewesen. Dieses ist er bis zur Stilllegung in 1985 geblieben. Eschwege war Endstation für die Bahnen nach Leinefelde, Heiligenstadt und Treffurt, nach der Teilung Deutschlands dann nur noch von Heldra bzw. Wanfried. Auch die aus Westen kommenden Züge von Malsfeld oder Kassel, jeweils über Waldkappel, endeten in Eschwege. Ebenso auch der innerstädtische Schienenverkehr zwischen Eschwege und Eschwege West (Niederhone).

Eine Besonderheit bei der Nummerierung der Gleise war, dass diese nicht mit der Nummer 1 begannen, sondern ab Nummer 51. Diese wurden mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Eschwege West umbenannt, da jetzt die Weichen und Signale von dort fernbedient wurden und die Gleisnummern 1 und folgende schon in Eschwege West verwendet wurden.

Vereinzelt war noch Güterverkehr, bis etwa 1996, auf der gesamten Strecke von Wanfried über Eschwege bis nach Kassel möglich.

Teilflächen des BWs wurden zum Tennisplatz bzw. Lagerplatz für den städtischen Bauhof.

Der Triebwagenschuppen wurde teilweise zum Busbahnhof umgebaut. Das Bahnhofsgebäude wurde an die Waldorfschule Werra-Meißner verkauft, die es zwischenzeitlich renoviert hat.

Mit dem Bau des neuen Stadtbahnhofes wurde das komplette Gleisfeld des alten Bahnhofs umgestaltet. Dabei wurde die Ladestraße sowie der etwa 100 Meter lange Güterschuppen mit Verwaltung und Verladebahnsteig abgerissen, denn diese mussten für die neue Strecke und die Straßenbrücke über den Schützengraben Platz machen. Auch die Bahnsteige des alten Bahnhofes, sowie der Personentunnel wurde abgerissen.

Anschlussgleise für ortsansässige Firmen gab es schon seit 1936, damals allerdings zum Flugplatz der Luftwaffe und deren Wartungshallen. Eine weitere Eigenart am Bahnhof Eschwege war eine Lorenbahn, die beim Prellbock an der Verwaltung des Güterbahnhofes begann, mittels einer Brücke die Niederhoner Straße überquerte und zum Eschweger Gaswerk führte, das sich auf dem Gelände der Eschweger Stadtwerke befand. Die Brücke musste in den 60er Jahren abgerissen werden, nachdem ein Lkw mit einem Kran im Schlepptau, der einer hiesigen Baufirma gehörte, das Bauwerk rammte und den Mittelpfeiler stark beschädigte.

Nach fast 25-jährigen Dornröschenschlaf wurde Eschwege am 12. Dezember 2009 durch die Hessische Landesbahn wieder an das Schienennetz angeschlossen. Der neue Stadtbahnhof liegt fast gegenüber dem alten Bahnhof, aber etwa 100 Meter weiter östlich. Er ist ein Kopfbahnhof und besitzt 2 Gleise. Auf dem alten Bahnhofsvorfeld direkt östlich des alten Bahnhofs kann man kostenlos parken. Der Stadtbahnhof wird von der Cantus Verkehrsgesellschaft im Verlauf der Strecke von Bebra nach Göttingen im stündlichen Takt angefahren.
 
Karte der Kanonenbahn

Seit dem 30. Oktober 1875 ist Eschwege bereits mit der Bahn zu erreichen, durch den Bau der Bebra-Friedländer-Bahn, die von Niederhone nach Eschwege verlängert wurde.

Mit der Eröffnung der Strecke nach Malsfeld (und weiter nach Treysa) im Jahr 1879 gingen wahrscheinlich auch die königlichen Nebenwerkstätten, später Betriebswerkstätte bzw. Bahnbetriebswerk, in Betrieb. Die Ausschreibung des Lokomotivschuppens für 8 Stände war bereits im Mai 1878. Durch die Verlängerung der Strecke nach Leinefelde im Jahr 1880 wurde der Bahnhof Eschwege zum Durchgangsbahnhof. Seit 1885 sind die Vorsteher der Werkstätten namentlich bekannt. 1908 wurde noch eine Schmiede in Betrieb genommen, sowie die Lok-Reparatur erweitert.

1912 wurde östlich vom Bahnhof noch ein Personentunnel gebaut, um den Fußgängern das Warten vor der oft geschlossenen Schranke zu ersparen. Das Stellwerk Ew für die Gleise im westlichen Bahnhofsteil ging in 1913 in Betrieb.

Der Niedergang des BWs Eschwege begann mit dem Flieger-Angriff der Alliierten am 22. Februar 1945. Dabei wurde das BW komplett zerstört, außerdem noch ein Teil der daneben liegenden Eisenbahnstraße. Das Bahnhofsgebäude wurde zwar getroffen, ist aber weitestgehend intakt geblieben.

Nach dem Krieg wurde nur noch der Triebwagenschuppen wieder aufgebaut. Ab 1954 kamen die ersten Schienenbusse der Baureihe VT 95, später auch VT 98, nach Eschwege und wurden im BW beheimatet. Später kamen noch ein Turmtriebwagen und zwei Kleinlokomotiven dazu. Zum Ende des Winterfahrplans 1958/59 wurden die letzten Dampfloks vom BW Eschwege abgezogen. Im Herbst 1974 bekamen dann auch die Schienenbusse eine andere Heimatdienststelle. Zum 1. Februar 1975 das BW Eschwege schließlich aufgelöst. 1980 wurde das Stellwerk Eo beim Bahnübergang Niederhoner Straße abgetragen.

In den 1980er Jahren wurden die Häuser in der Eisenbahnstraße komplett abgerissen, um einer geplanten Umgehungsstraße Platz zu machen, dieses Vorhaben wurde aber bis heute nicht verwirklicht.
 
Bei MyVideo:
BR 232 03 von ITL mit Schotterzug in Eschwege West
Eschwege Stadtbahnhof am 12.12.2009: Der erste Zug wird feierlich begrüßt
 
Bei YouTube:
Bau des Stadtbahnhofs Eschwege
Erster Cantus im Stadtbahnhof Eschwege
 
km 45,725: Inzwischen abgerissenes Stellwerk Eschwege Ost (Posten 45) beim Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege, Nordseite (Fotografiert in 1972)
km 45,725: Inzwischen abgerissenes Stellwerk Eschwege Ost
(Posten 45) beim Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege,
Nordseite (Fotografiert in 1972)
 
km 45,735: Ehemaliger Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege, Nordwestseite
km 45,735: Ehemaliger Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege,
Nordwestseite
 
km 45,735: Ehemaliger Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege, Südostseite
km 45,735: Ehemaliger Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege,
Südostseite (Foto vom Oktober 2002: Dr. Reiner Schruft)
 
km 45,735: Jahreszahl am ehemaligen Fussgängertunnel am Bahnhof Eschwege, Südostseite
km 45,735: Jahreszahl am ehemaligen Fussgängertunnel,
Südostseite (Foto vom Oktober 2002: Dr. Reiner Schruft)
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnsteig Westseite (Fotografiert in 2014)
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege,
Bahnsteig Westseite (Fotografiert in 2014)
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Gleisende, Blickrichtung Osten
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Gleisende,
Blickrichtung Osten (Fotografiert in 2014)
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz, Bahnsteig Südseite
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz,
Bahnsteig Südseite (Fotografiert in 2014)
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz, Blickrichtung Westen
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz,
Blickrichtung Westen (Fotografiert in 2014)
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Nordseite von Osten
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Nordseite von Osten
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Nordseite von Westen
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Nordseite von Westen
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Ostseite
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Ostseite
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz, Ostseite
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Bahnhofsvorplatz, Ostseite
 
kkm 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Nordseite des Bahnsteigs von Osten
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege,
Nordseite des Bahnsteigs von Osten
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Gleis 2a mit Cantus-Triebwagen, Ostseite
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege,
Gleis 2a mit Cantus-Triebwagen, Ostseite
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Gleis 2a mit Cantus-Triebwagen, Westseite
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege,
Gleis 2a mit Cantus-Triebwagen, Westseite
 
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Kilometertafel
km 45,800: Stadtbahnhof Eschwege, Kilometertafel
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Stückgutverladung
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Stückgutverladung
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Nordseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Nordseite
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Nordostseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Nordostseite (Fotografiert in 2014)
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Südseite von Westen
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Südseite von Westen
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteig Gleis 52-54, Westseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteig Gleis 52-54, Westseite
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteigunterführung, Ostseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteigunterführung, Ostseite
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteigunterführung, Westseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Bahnsteigunterführung, Westseite
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Gleis 54, Bahnsteigunterführung und Bahnsteigdach, Ostseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Gleis 54,
Bahnsteigunterführung und Bahnsteigdach, Ostseite
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Hausbahnsteig Richtung Osten
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Hausbahnsteig Richtung Osten
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Hausbahnsteig Richtung Westen
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Hausbahnsteig Richtung Westen
 
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Stückgutverladung, Ostseite
km 45,910: Bahnhof Eschwege, Stückgutverladung, Ostseite
 
km 45,910: VT 98 bei einer Sonderfahrt am 26. Mai 1984 im Bahnhof Eschwege (Sammlung: Andreas Schmidt: Lokfoto.de
km 45,910: VT 98 bei einer Sonderfahrt am 26. Mai 1984
im Bahnhof Eschwege (Sammlung: Andreas Schmidt)
 
km 45,950: Bahnhof Eschwege, Bahnmeisterei, Nordseite
km 45,950: Bahnhof Eschwege, Bahnmeisterei, Nordseite
 
km 45,950: Bahnhof Eschwege, Bahnmeisterei, Südseite
km 45,950: Bahnhof Eschwege, Bahnmeisterei, Südseite
 
km 46,000: Güterbahnhof, Verwaltung, Nordwestseite
km 46,000: Güterbahnhof, Verwaltung, Nordwestseite
 
km 46,000: Güterbahnhof, Verwaltung, Südostseite
km 46,000: Güterbahnhof, Verwaltung, Südostseite
 
km 46,000: Umladebahnsteig und Umladehalle, Südwestseite (Foto: Dr. Reiner Schruft)
km 46,000: Umladebahnsteig und Umladehalle, Südwestseite
(Foto: Dr. Reiner Schruft)
 
km 46,000: Umladehalle, Nordseite von Osten (Foto: Dr. Reiner Schruft)
km 46,000: Umladehalle, Nordseite von Osten
(Foto: Dr. Reiner Schruft)
 
km 46,000: Umladehalle, Südwestseite (Foto: Dr. Reiner Schruft)
km 46,000: Umladehalle, Südwestseite
(Foto: Dr. Reiner Schruft)
   
km 46,000: Umladehalle und Verwaltung, Nordseite (Foto: Dr. Reiner Schruft)
km 46,000: Umladehalle und Verwaltung, Nordseite
(Foto: Dr. Reiner Schruft)
 
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben, Draufsicht von Osten
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben,
Draufsicht von Osten (Fotografiert in 2014)
 
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben, Nordseite
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben, Nordseite
 
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben, Südseite
km 46,100: Brücke Kuhtrift und Schützengraben, Südseite
 
km 46,100: Rest vom Umladebahnsteig, Ostseite
km 46,100: Rest vom Umladebahnsteig, Ostseite
 
km 46,300: Bahnbushallen am Triebwagenschuppen, Ostseite
km 46,300: Bahnbushallen am Triebwagenschuppen, Ostseite
 
km 46,300: Umgebung der Bahnbushallen am Triebwagenschuppen, Ostseite
km 46,300: Umgebung der Bahnbushallen am Triebwagenschuppen,
Ostseite
 
km 46,300: Büro und Sozialgebäude, Ostseite (Fotografiert in 2014)
km 46,300: Büro und Sozialgebäude, Ostseite (Fotografiert in 2014)
 
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Nordostseite
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Nordostseite
 
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Ostseite
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Ostseite
 
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Südostseite
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Südostseite
 
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen, Nordseite (Fotografiert im August 2015)
km 46,300: Ehemaliger Triebwagenschuppen,
Nordseite (Fotografiert im August 2015)
 
km 46,300: Ehemaliges Ladegleis von Raiffeisen, Ostseite (Fotografiert im August 2015)
km 46,300: Ehemaliges Ladegleis von Raiffeisen,
Ostseite (Fotografiert im August 2015)
 
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